SPD Kernen im Remstal

 

Protokoll Mitgliederversammlung 25.09.2019

Protokoll der Mitgliederversammlung des

SPD-Ortsvereins Kernen im Remstal

             am Mittwoch, den 25. September 2019 um 19:00 Uhr im Fairplay in Rommelshausen

Teilnehmer:    siehe Anwesenheitsliste

Gäste:             Benedikt Paulowitsch, Chantal Wende

Tagesordnung

1. Gespräch mit dem BM-Kandidaten Benedikt Paulowitsch

2. Zukunft der SPD und des Ortsvereins

TOP 1              Gespräch mit dem BM-Kandidaten Benedikt Paulowitsch

Ulrich Lang begrüßt alle Anwesenden, insbesondere den Bürgermeisterkandidaten Benedikt Paulowitsch mit seiner Verlobten Chantal Wende.

 

Da bei der letzten Jahreshauptversammlung am 03. Juli 2019 im Burgstüble in Stetten die Entlastung des Kassiers Valentin Rothaupt wegen des formal und inhaltlich nicht korrekten Kassenberichts nicht vorgenommen werden konnte, schlägt Ulrich Lang vor, dies nun nachzuholen.

Es gibt keine Einwände dagegen.

Valentin Rothaupt hat bereits den berichtigten Kassenbericht per E-Mail an alle Mitglieder verschickt und teilt ihn nun noch einmal in Papierform an alle Anwesenden aus.

Christoph Schönleber beantragt die Entlastung des Kassiers Valentin Rothaupt. Er wird einstimmig entlastet.

 

Nun wird sich dem laut ursprünglicher Tagesordnung vorgesehenen TOP 1 zugewendet. Speziell eingeladen wurde der Bürgermeisterkandidat Benedikt Paulowitsch, der mit seiner Verlobten Chantal anwesend ist, um den Mitgliedern die Gelegenheit zu geben, ihn kennenzulernen.

Ulrich Lang bittet ihn, sich ein wenig vorzustellen, seine Gründe und Motivation seiner Kandidatur als Bürgermeister von Kernen zu erläutern, sowie einen Einblick in den laufenden Wahlkampf und eine Prognose für den Wahlausgang zu geben.

Benedikt Paulowitsch, 31 Jahre kommt aus Herrenberg und lebt derzeit mit Chantal in Leutenbach. Er hat Verwaltungswissenschaften studiert und nach beruflichen Stationen in Berlin und Brüssel, arbeitet er derzeit als Regierungsrat im Leitungsstab im Innenministerium in Stuttgart. Seit 10 Jahren ist er SPD-Mitglied.

Der Wunsch, als Bürgermeister zu kandidieren, war schon immer da. Das Amt des Bürgermeisters spricht ihn zum einen an, weil er die durch seinen beruflichen Werdegang angeeigneten Fähigkeiten und das erlernte Handwerkszeug in diesem Amt ausüben kann. Die andere Motivation für ihn ist es, der immer größeren Spaltung der Gesellschaft entgegen zu wirken.

Aus verschiedenen Gründen ist er aber bisher noch bei keiner Bürgermeisterwahl angetreten. Nachdem er nun erfahren hatte, dass in Kernen im September 2019 eine Bürgermeisterwahl stattfinden wird und ihm sein Bauchgefühl und die Sympathie für den Ort die Bestätigung dafür gab, hat er sich entschieden, hier zu kandidieren. Auch die Tatsache, bei knapp 15.000 Einwohnern nur zwei Teilorte zu haben, sprach für die Entscheidung für Kernen.

Außerdem sieht er einen Vorteil gegen einen Amtsinhaber anzutreten, da es somit nur einen seriösen Gegenkandidaten gibt und nicht eine Vielzahl, wie es sonst möglicherweise der Fall gewesen wäre.

Seinen durchdachten Plan, wie sein Wahlkampf ablaufen wird, konnte sehr gut durchgezogen werden. Er war selbst überrascht, wie gut alles lief. Bereits in der ersten Woche nach der öffentlichen Bekanntgabe seiner Kandidatur, nahmen ihn schon ca. 80 – 85 % der Menschen wahr und er hat auch zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten.

Eine Angst, die die Bürgerinnen und Bürger haben, so wird ihm immer wieder zugetragen, ist dass er überqualifiziert für dieses Amt sei und er nach zwei Jahren womöglich wieder geht. Hier gibt er aber ein klares Statement, dass dem nicht so ist. Im Falle einer Wahl zum Bürgermeister, wird er mit seiner Verlobten nach Kernen ziehen und sich hier ein neues Leben aufbauen. Zudem ist für ihn Kernen kein „Klein-Klein“, sondern es ist der Wunsch nach Nähe und Ernstgenommen-werden, das ihm am Herzen liegt und wonach sich auch die Bürger in Kernen sehnen.

Auch sein Alter und die SPD-Mitgliedschaft waren Kritikpunkte an ihm. Jedoch hat er immer von vornherein klargestellt, dass er als neutraler Kandidat antritt und seine Parteizugehörigkeit hier keine Rolle spielt.

Die sozialen Medien spielen im Wahlkampf eine wichtige Rolle. Facebook und Instagram bedient er täglich mit Bildern und Statements. Doch auch wenn Kommentare und teilweise Anschuldigungen und Beleidigungen im Netz speziell zum Ende des Wahlkampfes zu eskalieren drohen, ist es ihm wichtig, weiterhin mit Zurückhaltung und Souveränität zu punkten.

Ärgerlich ist, dass in der Ausgabe der KW 39 des Mitteilungsblattes eine geplante Anzeige von Benedikt Paulowitsch nicht gedruckt wurde. Das Rathaus hat somit gegen das eigene Statut verstoßen und stattdessen den Wahlkampf von Herrn Altenberger unterstützt. Hier sollte überlegt werden, ob man im Nachgang noch dagegen vorgeht.

Die anwesenden Gemeinderatsmitglieder berichten, dass im Gemeinderat nicht gesagt wurde, dass man nicht auf der Suche nach einem Gegenkandidaten ist. Jedoch ist es auch nicht so, dass die SPD einen Kandidaten gesucht hat, sondern dass Ulrich Lang selbst überrascht war, als ihn Benedikt Paulowitsch angerufen und von seinem Vorhaben erzählt hat. Ein solches Statement wurde bereits im Mitteilungsblatt vom SPD-Ortsverein veröffentlicht und scheint bei den Menschen nun auch angekommen zu sein.

Viele positive Rückmeldungen erhält Benedikt Paulowitsch auch aus dem Gemeinderat. Die CDU-Fraktion steht fast geschlossen hinter ihm, ebenso das PFB. Andreas Wersch hat bekanntgegeben, dass er von seiner Kandidatur durch Thomas Strobel erfahren hat und dass dieser Kernen zu dieser Kandidatur beglückwünscht.

Ebenso erhält er von vielen Gastronomen und Winzern in Kernen positive Rückmeldungen und Unterstützung. Bei den Gewerbetreibenden hat er es eher schwer.

Im Falle einer Wahl wird er sich in den ersten Wochen die Arbeit und die Struktur der Verwaltung anschauen, um dann damit zu beginnen, eine eventuell neue Struktur zu erarbeiten. Dabei ist ihm aber wichtig, dies an den Bedarfen auszurichten, denn es gibt nicht das eine System, das einfach angewendet werden kann.

Die Wahlbeteiligung schätzt Benedikt Paulowitsch auf 55 – 60 %. Ein zweiter Wahlgang scheint eher unwahrscheinlich. Im Falle einer Niederlage wird er keine Wahlanfechtung beginnen, auch wenn diese sicherlich erfolgreich für ihn ausgehen würde. Er möchte sich jedoch als fairer Verlierer zeigen.

Während seiner Vorstellung gibt es immer wieder Fragen und Anregungen der anwesenden Mitglieder, die Benedikt Paulowitsch beantwortete.

Ulrich Lang bedankt sich bei ihm für seine Vorstellung und dafür, dass er Rede und Antwort gestanden hat.

Am Wahlsonntag, 29.09.2019 werden ab 18 Uhr im Saal 2 im Bürgerhaus die Auszählung und das Ergebnis präsentiert. Das Ergebnis wird auch auf der Gemeinde-Homepage einsehbar sein.

Benedikt Paulowitsch bedankt sich bei allen für die Hilfe im Wahlkampf und bittet noch einmal alle, weiterhin für ihn Werbung zu machen und weiterzugeben, dass es wichtig ist, wählen zu gehen, egal ob am Sonntag oder bereits jetzt schon, denn jede Stimme zählt.

 

 

TOP 2              Zukunft der SPD und des Ortsvereins

In Anbetracht der schon fortgeschrittenen Zeit wird beschlossen, den zweiten vorgesehenen Tagesordnungspunkt auf die nächste Versammlung zu verschieben.

Ende: 21:30 Uhr

 

 

Protokoll:                               Vorsitzender:

Sarah Beneld                         Ulrich Lang

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Alexander Bauer